Messebau
Informationen zur Planung und Technik

Technische Möglichkeiten im Messebau

Der Messebau wird in der Regel nur dann konventionell durchgeführt, wenn angebotene, modulare Systeme nicht genügend individuelle Lösungen für die Gestaltungsfreiheit bieten. In diesem Fall entstehen aus Kunststoff, Holz, Metall und auch anderen Materialien sehr individuelle Bauten. Es liegt in der Natur der Sache, dass konventionell gebaute Messestände deutlich aufwendiger zu fertig sind als die angebotenen Modulsysteme. Dies ist, neben den erhöhten Kosten, einer der Hautgründe für die Wahl eines modularen Systems.

Für den Systembau gibt es mehrere verschiedene Möglichkeiten, welche alle ihre Vor- und Nachteile mit sich bringen. Beim Stützprofil, dem am meisten verbreiteten Vertreter des Systembaus, ist das meistverwendete Prinzip das so genannte „Octanorm“. Dieses System besteht aus senkrechten Stützprofilen aus Aluminium. In diese werden mit Spannschlössern waagerechte Zargen eingehängt. Die offenen Profile können nach acht Seiten erweitert werden, welche in einem bestimmten Winkel angebracht werden müssen. Bei den Leichtbauplatten sind die Platten selbst die tragenden Elemente. Diese werden mit so genannten Klemmverbindungen oder auch Knoten in drei verschiedenen Winkeln zusammengesteckt. Mit diesem System ist eine sehr individuelle Gestaltung des eigenen Messestands möglich, auf das sehr gerne zurückgegriffen wird.

Ebenfalls findet beim Messebau auch der Knoten eine Verwendung. Knoten mit 18 Anschlussmöglichkeiten bilden hier die Kernstücke für Stützen und Stäbe. Diagonale werden so nicht nur in der Fläche, sondern genauso auch in den Raum hinein ermöglicht. Mit dieser Bauweise werden sehr gut versteifte Fachwerke erstellt. Ebenfalls sind mit dieser Bauart auch ungewöhnliche Formen möglich.

Wer besonders viel Wert auf eine einfache, leicht umzusetzende Lösung legt, ist mit einem Messestand aus Koffer-Displays sehr gut bedient. Hier gibt es eine Vielzahl verschiedener Klapp-, Falt- und Stecksysteme, welche von einer Person transportiert werden können. Diese sind sehr schnell aufzubauen und gestatten dennoch eine seriöse Präsentation. Diese Sorte Displays sind im eigentlichen Sinn nicht dem Messebau zuzuordnen. Sie sollen eher dafür Sorge tragen, dass kein echter Messebau stattfindet. Mit diesem System ist es möglich, einen eigenen, kleinen Standardstand aufzubauen, für den es nicht viel Aufwand kostet. Die Wände können mit Gestaltungselementen plakativer Art bestückt werden und so für ein sehr professionelles Ambiente sorgen. Viele Messeteilnehmer wählen diese Form. Besonders Messeteilnehmer mit kleinem Budget oder auf kleinen Messen bevorzugen diese Bauart.