Messebau
Informationen zur Planung und Technik

Besondere Messedesigns

Es gibt allgemeine Prinzipien in Sachen Kommunikationsdesign, welche auch für die Gestaltung eines Messestands gelten. Ein wichtiger Aspekt für die ausstellende Firma ist das Corporate Design. Dieses sollte sich auch auf einem Messestand nicht unterordnen müssen, denn es trägt maßgeblich zum Wiedererkennungswert einer Firma bei. Am Messebau haben auch Baugruppen-Hersteller einen maßgeblichen Anteil. Diese Fertigen Messestände in Modulgruppen an, welche nach dem jeweiligen Bedarf zusammengestellt werden können. Innenarchitektur, Industriedesign und allgemeine Architektur werden hier zur Voraussetzung des bereits erwähnten Kommunikationsdesigns. Wie schon erwähnt, werden die meisten Messestände nicht auf konventionelle Art und Weise gebaut, sondern in der so genannten „Modulbauweise“ zusammengesetzt.

Um den Modulen die notwendige Funktionalität angedeihen zu lassen, müssen diese mehrere Eigenschaften besitzen. Wichtig ist die Transportfähigkeit der einzelnen Module. Ferner ist es von großer Wichtigkeit, die Module in wenigen Tagen auf- und wieder abbauen zu können. Dazu kommen Stabilität und die Wiederverwendbarkeit der einzelnen Elemente. Vermieden werden sollte bei der Modulbauweise eine Erkennbarkeit derselben. Die Kombinationsfähigkeit der einzelnen Module sollte so vielfältig sein, dass eine sehr individuelle Gestaltungslösung gegeben ist. Sofern keine spezialisierten Handwerker eingesetzt werden sollen, muss die modulare Bauweise auch für Laien leicht umsetzbar sein und einfach von der Hand gehen. Wird ein Messestand nach diesen und anderen, wichtigen Kriterien umgesetzt, ist zumindest aus dieser Sicht ein Erfolg der Messe beinahe garantiert.

Der Messebau sollte einem ganz bestimmten Schema folgen, welches wissenschaftlich fundiert ist. Dazu gibt es das so genannte „vierzonige Kommunikationsschema für einen Messestand an einer Ecke. Man geht sinnvollerweise von genau vier Zonen aus, welche sich in Aufgabenbereich aufteilen lassen. Diese Zonen werden von Außen nach Innen angeordnet. Zuerst kommt die Orientierungszone. In dieser Zone haben die Messebesucher die Möglichkeit, sich zu orientieren, worum es bei dem jeweiligen Messestand überhaupt geht. Als zweites folgt die Präsentationszone, in welcher die Angebote präsentiert werden. In der dritten, der so genannten Besprechungszone, sind für gewöhnlich Möglichkeiten gegeben, intensiver über die Angebote zu sprechen. In der vierten und letzten Zone, der Funktionszone, befindet sich nur Personal und funktionale Einrichtungen wie Garderobe, Küche und auch ein evtl. notwendiges Lager für die angebotenen Produkte. Diese Zonenaufteilung ist auf alle Messestände anwendbar, bedingt aber eine gewisse Mindestgröße des Standes. Dies ist beim Messebau bereits vorab zu berücksichtigen.